Branchenumfeld
Einhergehend mit der Beschleunigung des europäischen Integrationsprozesses hinsichtlich gemeinsamer Währung und Erweiterung, erlebten auch die europäischen Immobilienmärkte während der letzten Jahre eine Phase des Umbruchs. Dank einer verbesserten Vergleichbarkeit treten sektorale wie auch geografische Unterschiede nun noch deutlicher zu Tage.

In den Märkten Zentral- und Osteuropas hält die Aufbruchstimmung der Vorjahre an; die vorherrschende Situation ist durchaus mit jener nach Ende des Zweiten Weltkrieges in Westeuropa vergleichbar. Nicht nur die allgemeinen Wirtschaftsdaten der zentralund osteuropäischen Staaten, insbesondere der neuen EU-Mitgliedsländer, liegen deutlich über jenen Westeuropas, auch die Nachfrage nach Immobilien, sowohl auf dem Miet- als auch auf dem Investmentmarkt, war hoch. Nach starken Vorjahren findet in Teilmärkten bereits eine Angleichung an das westeuropäische Niveau statt – auch hinsichtlich der Renditen. Das Ost-West-Gefälle scheint aufgehoben; die Frage lautet nun: Boomt eine Region oder nicht. In Summe ist im Jahr 2005 die Vermietungsleistung der zentral- und osteuropäischen Büromärkte gestiegen. Bei einem stabilen Anwachsen der neu errichteten Flächen kam es somit zu einer Verminderung des Leerstands. Das Mietpreisniveau (sowohl Durchschnitts- als auch Spitzenmieten) blieb stabil – die Akquisitionskosten hingegen stiegen, womit in Summe ein Abflachen der Spitzenrenditen festzustellen war.

Die einzelnen Teilmärkte Westeuropas entwickelten sich während der letzten Jahre – analog zu den gesamtwirtschaftlichen Unterschieden – sehr uneinheitlich. Vor allem in Deutschland war parallel zur schwachen konjunkturellen Entwicklung ein massiver Einbruch am Immobilienmarkt festzustellen, wodurch sich jedoch für Investoren äußerst interessante Kaufgelegenheiten eröffneten. Mit der Aufhellung der konjunkturellen Situation scheint sich nun jedoch auch die Situation in Deutschland zu entspannen: Sowohl die Vermietungsleistung als auch die Mieten weisen steigende Tendenzen auf.


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